Wie geht es weiter?

Ausblick: Untergang oder Verlagerung des Wissenschaftsjournalismus?

Der hohe Stellenwert, der dem Wissenschaftsjournalismus in den vergangenen Jahrzehnten zugemessen wurde, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch das Ressort „Wissenschaft“ vom Einbrechen der Presselandschaft bedroht ist. Ob daran der generelle Wechsel zu Onlinemedien und zu neuen Informationsquellen wie beispielsweise Wissenschaftsblogs schuld ist oder ob der Wissenschaftsjournalismus in Wirklichkeit niemals den eigenen Ansprüchen gerecht werden konnte, darüber wird vehement diskutiert.dreamstime_xs_17692864 Zunächst einmal sind es die Wissenschaftler selbst, die sich nicht mehr dem Zwang unterwerfen wollen, in marktführenden Fachzeitschriften wie „Nature“ oder „Science“ publizieren zu müssen. Stattdessen werden nunmehr Formen der öffentlich zugänglichen digitalen Publikation vorgezogen – so jedenfalls berichtete es 2012 der Spiegel Online (www.spiegel.de). Dort aber werden die Studien wohl nur für andere Wissenschaftler von Interesse und vor allem lesbar sein, da eine vermittelnde Aufbereitung entfällt.